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Bericht von der 14. Frauenpolitischen Fachtagung der dbb bundesfrauenvertretung vom 14. Juni 2018 in Berlin - Frauen 4.0: Ab durch die gläserne Decke! Neue Perspektiven für den öffentlichen Dienst

Bundesvorstand Aril 2018 Der Verband Hochschule und Wissenschaft im dbb nahm, vertreten durch die Landesvorsitzende des vhw rlp, Dr. Beate Hörr, an der 14. Frauenpolitischen Fachtagung des dbb in Berlin teil.

Zur Veranstaltung hatten sich über 300 Teilnehmerinnen angemeldet, ein neuer Rekord, sodass sogar in einen Nachbarraum auf eine Leinwand übertragen werden musste.

Nach Grußworten durch die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer, sowie den Zweiten Vorsitzenden des dbb und Fachvorstand Beamtenpolitik, Friedhelm Schäfer, startete die erste Keynote.

Teilnehmerinnen der Tagung Frau Prof. Christiane Funken, Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie und Geschlechterforschung von der TU Berlin, widmete sich dem Thema Wandel der Arbeitswelt. Sie nannte als Stichwort zur Zukunft der Arbeit die „VUKA-Welt“ - das Akronym steht für Volatilität, Unwägbarkeit, Komplexität und Ambiguität -, die sie als Chance insbesondere für Frauen beschrieb. Die bei Frauen aufgrund ihrer Erziehung, ihrer Sozialisation, ihrer familiären Situation besonders ausgeprägten Fähigkeiten wie Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, so die These Funkens, wären prädestiniert zur Bewältigung der Herausforderungen in der VUKA-Arbeitswelt. Auch der Trend zur Projektinizierung unserer Arbeit, die Menschen mit der Fähigkeit zur Wissensarbeit, zur Interaktion und zur Kooperation erfordere, lasse Frauen hervorragend geeignet dafür erscheinen. Das ehemalige Modell einer Führungskraft, ausgestattet mit Herrschaftswissen und klaren Machtzuschreibungen, laufe aus und werde abgelöst durch sogenannte „Chef-Umgebungen“. Je nach Projekt haben je andere das Sagen, das Herrschaftswissen sei durch bessere Vernetzung nicht mehr exklusiv, sondern auch für gut vernetzte Menschen verfügbar. Der Begriff der Teilzeitarbeit solle ersetzt werden durch den Begriff der Wahlarbeitszeit.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Franziska Giffey, nahm sich über eine halbe Stunde Zeit für einen anregenden und kurzweiligen überblick über die wichtigsten Ziele auf ihrer Agenda als zuständige Bundesministerin: Von der geplanten zusätzlichen Förderung des Bundes in Höhe von 3500 Mill. € für die Kinderbetreuungsangebote in den Ländern, über die Absicht die Unternehmen mit einer Geldstrafe zu belegen, die als Zielquote in ihren Vorständen „0“ angeben, bis zu ihrem selbstgewählten Motto für ihre Amtszeit „Frauen können alles!“ Die anwesenden Gewerkschaftsvertreterinnen zollten ihren mit Verve und Engagement gehaltenen Vortrag mit stehendem Beifall.

Nach diesem unterhaltsamen Blick in die Zukunft der politischen Maßnahmen und die damit verbundenen Chancen für Frauen, folgten Einblicke aus der Praxis: Im Panel A ging es um neue Arbeitskonzepte auch im Behördenalltag, die zunächst aus Sicht einer Bundesbehörde vorgestellt wurde, hier vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und deren Abteilungsleiterin Frau Dr. Christine Morgenstern. Sie berichtete von einer neuen Dienststellenvereinbarung zur mobilen und flexiblen Arbeit. Mit dieser Praxis gehe das für Gleichstellung zuständige Ministerium mit gutem Beispiel voran. Auch Frau Doreen Molnár, Referentin im Referat Zukunftsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt und Arbeitskräftesicherung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, berichtete von guten Beispielen aus der Praxis und zwar von Wirtschaftsunternehmen. Im Panel B ging es um die Frage wie Familie und Karriere sich organisieren lassen, insbesondere aus der Sicht von Alleinerziehenden. Hierzu gaben Frau Teresa Bücker, Chefredakteurin in Edition F und Dr. Mareike Bünning vom Wissenschaftszentrum Berlin einen kurzen Impuls, anschließend wurde diskutiert.

Zum Abschluss gab es Kurzberichte aus den beiden Panels und ein Schlusswort von der Vorsitzenden der dbb bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer.

20. Sitzung des vhw Bundesvorstands

Bundesvorstand Aril 2018 Die 20. Sitzung des vhw-Bundesvorstands fand bei sommerlichem Wetter in bester Umgebung statt. Die Mitglieder des geschäftsführenden Bundesvorstands und die Vorsitzenden der Landesverbände trafen sich unter Leitung von Prof. Dr. Josef Arendes am 20. bis 21. April 2018 in Würzburg.

Wie gewohnt berichteten der Bundesvorsitzende und die Vertreterinnen bzw. Vertreter der Länder über relevante Ereignisse und Aktivitäten des letzten halben Jahres.

Nach einem Bericht zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes bezüglich der Modernisierung des vhw-Internetauftrittes folgte die Diskussion. Eine bereits Ende 2017 gebildete Arbeitsgruppe wird für den Verband nach effizienten Umsetzungsmöglichkeiten suchen und eine Entscheidungsvorlage für den Bundesvorstand erarbeiten.

Ein nicht ganz neues aber dennoch äußerst aktuelles Thema war und ist der Datenschutz. Zwei Mitglieder berichteten von Erkenntnissen, die sie aus jüngsten Schulungen der dbb akademie gewinnen konnten. Dem Datenschutz wird der vhw nicht zuletzt auf Grund der am 28.05.2018 verbindlichen Datenschutz-Grundverordnung der EU besondere Aufmerksamkeit widmen.

Weitere Schwerpunkte der Sitzung bildeten die aufgetretenen Fälle rechtlicher Vertretung von Mitgliedern durch die Dienstleistungszentren des dbb beamtenbund und tarifunion, Haushaltsfragen und Mitgliederinformationen. Zu allen Schwerpunkten wurde lebhaft diskutiert.

Die nächste Sitzung des vhw-Bundesvorstands ist für Ende Oktober 2018 geplant.

Geschäftsführender Bundesvorstand beriet in Stuttgart

Abweichend vom gewohnten Tagungsort in Mainz trafen sich die Mitglieder des geschäftsführenden Bundesvorstands unter Leitung des Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Josef Arendes diesmal am 20. Januar in Stuttgart. Gastgeber war Prof. Dr. Peter Heusch. Er ist nicht nur Mitglied dieses Gremiums sondern auch der Dekan der Fakultät Vermessung, Informatik und Mathematik der Hochschule für Technik Stuttgart.

Wie immer tauschten sich die Teilnehmer zunächst über die relevanten hochschulpolitischen Aktivitäten und Ereignisse der letzten Monate aus. Auch beriet der geschäftsführende Bundesvorstand über den Haushalt des vhw, neue Werbemaßnahmen und den Stand der Promotionsmöglichkeiten an den Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war die Vorbereitung der nächsten Sitzung des vhw-Bundesvorstands. Diese Sitzung wird voraussichtlich am 20. und 21. April 2018 in Würzburg stattfinden.